Etikette & Auffordern

Tango lernen wir, um überall auf der Welt tanzen zu gehen in sogenannten Milongas. In der Tango-Subkultur haben sich ein paar Gewohnheiten entwickelt, die sich bewährt haben. Die Grundidee ist, an einem Abend seine Freunde zu treffen und mit möglichst vielen bekannten und unbekannten Menschen zu tanzen. Ein guter DJ wird immer vier Tangos von einem Orchester spielen aus der gleichen Epoche bzw. drei Milongas oder Valses (so einen Set nennt man ‚tanda‘), so daß man sich immer für vier (drei) Tänze aufeinander einlassen kann. Danach – der DJ spielt eine sog. ‚cortina‘, eine Pausenmusik – verabschiedet man sich wieder voneinander.

Der günstigste Moment, um einen Tanzpartner / eine Tanzpartnerin zu finden, ist am Anfang der Tanda, wenn klar ist, welche Musik als nächste gespielt wird. Am schonendsten für das Nervenkostüm ist das Auffordern über Blickkontakt – wir suchen den Augenkontakt zu Tänzern oder Tänzerinnen, mit denen wir gerne tanzen möchten. Wenn das Gegenüber den Blick hält und freundlich zurücklächelt und nickt, darf der Führende die Folgende offiziell auffordern, sonst lieber nicht.